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Kunst und Geocaching

Für die Kunststraße Landau-Zweibrücken hatte ich mir 2005 ein GPS-Gerät angeschafft. Bei der Recherche und Preisvergleich im Internet stieß ich immer wieder auf die datenbank http://www.geocaching.com, in welcher eine Unzahl, oft rätselhafter Spaziergänge gelistet sind. Allesamt in einer Art Schnitzeljagd angelegt. Das heißt, man startet zum Beispiel bei einem Wanderparkplatz in der Südpfalz, von welchem man die Geokoordinaten aus der Datenbank erhalten hat, sowie eine Beschreibung des Rätsels. So hangelt man sich auf verschlungenen Pfaden hinauf zu uralten Burgruinen und löst unterwegs die Rätsel. Immer wieder speist man sein GPS mit den Koordinaten, die man an den einzelnen Stationen ermittelt. Der Weg liegt im Ungewissen. Die Informationen wie es weiter geht, erhält man vor Ort, zum Beispiel, indem man in einem hohlen Baum einen Zettel findet, oder man muss in einem Rohr, welches in die Erde eingelassen wurde mit einer Angel, Koordinaten fischen.
Geocaching ist ein Spiel, bei dem die Mitspieler sich gegenseitig solche Routen präsentieren und diese in der gemeinsamen Datenbank veröffentlichen. Es lebt vom Geben und Nehmen. Hierbei entstehen oft ungewöhnlich kreative, ja, ich möchte beinahe sagen, Kunstwerke, die sowohl Geist, als auch Körper anspornen.
Auch in der Umgebung des Bliestallabyrinths sind einige Geocaches versteckt. Wer hätte gedacht, dass mitten in Zweibrücken in der Nähe des Bahnhofs ein solches Rätsel darauf wartet, entdeckt zu werden? Die Grundphilosophie des Geocachings ist, den Mitspielern die feinen Perlen der eigenen Heimat zu zeigen, die ein Fremder sonst nie finden würde.
Ich habe meinen Beruf also zum Hobby gemacht und speise widerum den Beruf aus der Inspiration, die mir dieses Hobby gibt.
Erst durch das Hobby Geocaching habe ich die Guldenschlucht entdeckt, durch welche sich das Bliestallabyrinth nach Norden schlängelt.


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impressum © Jürgen Rinck 2006